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2012 stand ich zum ersten Mal wirklich vor einem Kunstwerk. Nicht in einer Führung, sondern mit einem Freund im Tinguely Museum in Basel. Er hat mir keine Fakten genannt. Er hat mir Geschichten erzählt. Alles piepte und klapperte und bewegte sich, und ich fühlte mich wie ein Kind.
Das hat etwas in mir ausgelöst. Als Berufspädagogin wollte ich mehr über Kunst wissen und fing an, mich autodidaktisch damit zu beschäftigen. Und immer wieder begann eine Führung mit demselben Satz: 'Sie wissen ja sicher, dass...' Ich wusste es nicht. Ich war einfach neugierig, und trotzdem fühlte ich mich oft wie die Falsche im Raum.
Genau das wollte ich ändern. KunstReif geht nicht den kunsthistorischen Weg. Ich gehe den museumspädagogischen: Nicht Wissen voraussetzen, sondern Neugier wecken. Nicht erklären, sondern erleben lassen. Jede Ausgabe beginnt mit einer Frage, nicht mit Fakten.
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